Ganz kurz und knackig gesagt. Diese empfohlene Tour war schwieriger wie gedacht aber ein echter Hingucker. Eine Wiederholung der Tour ist es wert, jedoch nur interessant für sehr gute Mountainbiker mit der Leidenschaft für Singeltrails, welche abwechselnd sehr schwierige knifflige Stellen und Passagen zum Tüfteln bieten, sowie flowige Singletrails als Belohnung.
Die 1300 Hm Tour im Überbick
Diese Tour wurde uns empfohlen und stand schon lange auf unserer Liste. Bei dieser Scouting Tour waren zwei Guides und zwei spontane Urlauber-Mountainbiker mit dabei. Der Plan stand fest für den Uphill mit einem Mix aus Lift, biken und tragen. Die Abfahrten im Gipfelbereich waren zwar aus Erzählungen bekannt, aber für uns noch real unbekannt. Der mittlere Bereich des Berges war teilweise bekannt aus Erinnerung vor 5 Jahren und der Abschluss war bekannt. Ein klassisches Überraschungsei.
Rauf auf den Berg = Überraschung 1
Bei dieser Bikebergsteigen light Tour nutzen wir zuerst einen Lift mit Biketransport, danach traten wir fleißig in die Pedale und schlussendlich mussten wir unsere Mountainbikes schultern. Soweit so geplant. Bei der Tragepassage auf den Gipfel entpuppten sich einige Stellen als sehr steil. Kondition und Trittsicherheit mit den Bikes auf den Schultern waren gefragt. Auch ein umgefallener Baum quer über den Weg hat uns aber nicht aufgehalten und wir meisterten dies gemeinsam. Alle Wanderer die wir getroffen haben waren sehr interessiert an uns und neugierig, was wir da eigentlich machten und wünschten uns alles Gute.




Der Gipfel – Klarer Fall
Bei der wunderschönen Aussicht hatten wir uns noch mit Wanderern unterhalten am Gipfel und gemeinsam den Gipfel mit einer eigenen Jause genossen. Klassisch haben wir von Wanderern Fotos gemacht und diese von uns, wie es sich gehört mit einem freundlichen Umgangston in den Bergen.


Abfahrt Gipfel = Überraschung 2
Tja, dieses Abenteuer gestaltete sich sehr durchwachsen im Gipfelbereich des Berges. Schlüsselstellen stellten manche Biker aus unserer Gruppe vor ein unlösbares Problem und zwangen zum abwärts schieben und andere Biker liebten die Herausforderungen und bikten die Schlüsselstellen. Insgesamt war es ein auf ein ab der Gefühle zwischen probieren und aufgeben aber die Sicherheit und der gemeinsame Spaß am Berg standen klar im Vordergrund. Alle Wanderer die wir bei der Abfahrt getroffen haben, waren wieder einmal sehr interessiert an uns. Wir genossen viele freundliche Gespräche und immer wieder zückten die Wanderer die Handys um für ihre Erinnerung die Begegnung mit uns festzuhalten.
















Hütteneinkehr = endlich Malzeit
Diese Stärkung musste unbedingt sein, weil auf diese freuten wir uns schon ewig während der Abfahrt. Der Hüttenwirt und die Kellnerin waren super freundlich und neugierig, speziell nachdem sie gehört hatte von welchen schwierigen Berggipfel wir kamen.


Abfahrt nach Hütte = Überraschung 3
Nach der Hütteneinkehr änderte sich Trailschwierigkeit zu Beginn nur maginal, jedoch nahmen die flowigen Passagen irgendwann nach unzähligen schwierigen Stellen zu. Nach einem Sammelsurium an rauf und runter auf Wurzeltrails erreichten wir flowige Singletrails, welche uns ein breites Grinsen und Erleichterung in die Gesichter zauberten.






Text: Herwig Kamnig
Fotos: Herwig Kamnig
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