MTB Kinder Camp Herbstferien 2025 – Special Edition

Da für das ursprünglich geplante fünftägige Mountainbike-Kinder-Camp in den Herbstferien 2025 trotz perfekten Wetters nicht die Mindestteilnehmerzahl von vier Kindern erreicht worden war, wollten wir das Camp für die bereits angemeldeten Kinder dennoch nicht absagen. Die Vorfreude war groß, und so stellten wir kurzerhand ein außergewöhnliches zweitägiges Special-Programm auf die Beine, welches es in sich hatte. Über dieses Programm hätte sich ganz bestimmt jeder ausgewachsene Mountainbiker gefreut.

Ziele für zwei abenteuerliche Biketage

Im Mittelpunkt standen klar das Biken auf Trails, der Spaß und die Kondition. Tag 1 mit Fahrtechnik- und Konditions-Check als Eintrittskarte für den Tag 2 mit einer ausgefallenen Tagestour auf einem großen Berg mit allem was dazugehört.

Tag 1 – Fahrtechnik, Trails, Gasthaus und Tiere

Die Kinder bewältigten an diesem Tag rund 700 Höhenmeter auf verschiedenen Singletrails, größtenteils aus eigener Kraft bergauf. Nur gelegentlich unterstützte der Guide mit seinem Light-E-MTB und zog die Kinder in kurzen Intervallen ein Stück nach oben. Insgesamt gaben alle ihr Bestes, und bei den Anstiegen kamen wirklich alle ordentlich ins Schwitzen, die Kinder genauso wie der Guide. Eine kulinarische Stärkung gab es bei einer Gasthauseinkehr zu Mittag.

Bergab waren die Kinder dann kaum zu bremsen. Die einfachen Singletrails reichten von „lustig“ bis „eher langweilig“ aus Kindersicht. Deutlich mehr Begeisterung lösten die anspruchsvolleren Passagen aus. Wurzeln, Steine und knifflige Abschnitte meisterten die Kinder souverän und mit sichtbar wachsendem Selbstvertrauen. Dabei profitierten sie von ihrer bereits erlernten Fahrtechnik aus früheren Kursen oder Camps und setzten diese mit großer Freude um.

Ein zusätzliches Highlight wartete abseits der Trails: Unterwegs trafen wir auf Tiere. Besonders die Hängebauchschweine sorgten für großes Staunen. Sie sahen zwar herrlich kuschelig aus, entpuppten sich beim Streicheln aber als überraschend borstig und waren dabei äußerst neugierig, fast schon aufdringlich charmant.

 

 
 

Tag 2 – Vom Schnee am Gipfel in den goldenen Herbst, Hütteneinkehr und Tiere

Am zweiten Tag standen beeindruckende 2100 Tiefenmeter auf unterschiedlichsten Singletrails auf dem Programm. Rund 1800 Höhenmeter legten wir bergauf mit technischer Unterstützung zurück. Dennoch wurde es ein vollwertiger und intensiver Tourentag. Insgesamt traten die Kinder stolze 300 Höhenmeter aufwärts und rund 35 Kilometer selbst in die Pedale und meisterten zusätzlich 2100 Tiefenmeter auf einfachen, flowigen, wurzeligen und steinigen Singletrails. Dieses Mal hatte der Guide kein Light-E-MTB dabei und zog die Kinder auch nicht den Berg hinauf.

Am Gipfel erwarteten uns frischer Schnee und kalte Temperaturen, was die Kinder sofort begeisterte. Das Biken im Schnee fühlte sich wie ein kleines Abenteuer in einer völlig anderen Welt an. Nach einer ersten kurzen Trailabfahrt über etwa 400 Höhenmeter am Vormittag kehrten wir zum Mittagessen in einer Hütte ein. Die Kinder waren inzwischen sehr hungrig, und da in der Hütte viel los war, mussten wir eine extrem lange Wartezeit in Kauf nehmen. Am Ende bekamen alle etwas zu essen von Kaiserschmarrn über Germknödel und andere warmen Gerichte.

 

 

Tag 2 - Start finale Abfahrt

Gut gestärkt machten wir uns schließlich bereit für die lange Abfahrt, die uns vom verschneiten Gipfel Schritt für Schritt in den goldenen Herbst führte. Mit jedem Meter bergab wechselte die Landschaft vom winterlichen Weiß zu leuchtenden Herbstfarben, ein Kontrast, der selbst die sonst so actionfokussierten Kinder kurz innehalten ließ.

 

 

 

Tag 2 – Bergbauernhof und die letzten Tiefenmeter

Auf dem Weg kamen wir an einem Bauernhof vorbei. Nach einem kurzen Gespräch mit der Bäuerin durften wir die freilaufenden Schweine besuchen. Als sich die Kinder am Zaun aufreihten, stürmte die Gruppe großer, neugieriger Schweine laut grunzend heran. Die Begegnung zwischen den aufgeweckten Kindern und den ebenso neugierigen Tieren war faszinierend. Die Neugier war eindeutig beidseitig, die Unsicherheit allerdings nur auf einer Seite des Zauns.

Zum Abschluss meisterten wir die letzten 400 Tiefenmeter und rollten anschließend entspannt über Radwege zurück zum Startpunkt, wo die Eltern bereits warteten. Alle waren müde, aber spürbar stolz auf dieses besondere Abenteuer, das den Kindern mit Sicherheit noch lange in Erinnerung bleiben wird.

 

Tag 2 - Spaß muss sein und eine klare Ansage zum Abschluss

Zum Abschluss machte der Guide vor allen Kindern und Eltern noch folgendes Angebot:
„Weil ihr alle einfach unglaublich gute Biker seid und so verantwortungsbewusst in der Natur unterwegs wart, nehme ich mir noch einmal Zeit. Wir könnten morgen noch einmal so eine Tour machen, wenn ihr wollt, dann hätten wir zumindest drei Biketage statt der ursprünglich geplanten fünf.“

Die kollektive Antwort der Kinder kam prompt, einstimmig und in unterschiedlichen Wortlauten, aber sinngemäß völlig klar: „Nein danke. Bitte Pause.“

Dem Guide war das natürlich schon vorher klar gewesen. Dieses Special-Programm war etwas ganz Besonderes und die Kinder hatten sich ihre Erholung mehr als verdient.

Text: Herwig Kamnig
Fotos: Herwig Kamnig

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