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Mädels-Tour… oder doch nicht mit See, Berg und Hütte in den Julischen Alpen?

Ausgeschrieben war eine kostenlose Scouting Bike&Hike Tour und die ersten Anmeldungen waren auch gleich da! Alles Mädels! Wie das? Die Damen wussten, auf was sie sich einlassen. Der Zusatz zur Einladung „den letzten Teil der Tragepassage kenne ich nicht“ hätte auch Grund zur Skepsis geben können. Denn so eine Reise ins Ungewisse kann auch nach hinten los gehen! Aber eines vorweg: Es war eine super Tour! Und in der zweiten Phase der Anmeldung wurde es auch noch eine „komplette“ Gruppe - mit Mädels und (älteren) Jungs.

Bike Uphill auf Forststraßen & Nudeln in Bella Italia

Die ersten Kilometer waren wirklich, man glaubt es kaum, eine chillige Tret-Passage. 1,5h auf einem flachen Schotterweg hoch zur Hütte, wohl bekannt und schon oft besucht. Die Aussicht auf Penne und Gnocchi motivierten alle in doch zügigem Tempo den Berg hoch zu strampeln. Extra heiß war es zum Glück auch nicht. Also, Bikerherz was willst du mehr!

Als 10er Gruppe fanden wir auch noch locker Platz auf der Terrasse. Bestellt wurden Wasser, Radler, Kaffee, Penne und Gnocchetti (das sind „kleine Gnocchi“ – soweit korrekt?) Als Portion war das einigen dann doch etwas zu wenig. Der Nachschlag hat es dann aber gerichtet und Schnorrer (:-D) wurden auch durchgefüttert! Voll gestärkt und nur leicht hinter dem Zeitplan ging es in die zweite Uphill Etappe. Dieses Mal aber mehr Hike als Bike!

 

Tragesysteme testen und hoch bis zur Scharte in die Felsen

Zur Auswahl standen zwei Tragesysteme in unterschiedlicher Ausführung und Preisklasse. Einmal von Pushcompenents und einmal von Outentic. Beide Systeme sind professionell durchdacht, haben jedoch völlig unterschiedliche Ansätze. Die einfachere Variante, ein Aufschnall-System war auch gleich am Rucksack montiert, nur leider falsch! Das Fahrrad war auch gleich am Rücken, nur leider auch falsch oder warum ist der Schwerpunkt so hoch (Sitz überm Kopf). Also Anfangsschwierigkeiten mit so Tragesystemen scheinen die Regel zu sein. Kein Meister ist vom Himmel gefallen.

Schnell wurde klar, dass die Mädels es wirklich auf diese Tragepassage abgesehen hatten. In schnellem Schritt gings berghoch. Je höher wir kamen, desto spannender wurde die Umgebung – schroffe Steine, hohe Kanten, enge Kurven. Ob das wirklich alles abwärts dann auch zu fahren sein wird, waren sich so einige Teilnehmer nicht mehr ganz sicher. „Die Stufen gehen sicher!“ – „Ja, fürn Herwig vielleicht!“. – „I kann keine Spitzkehren!“ -  da wäre sicher der spezielle Spitzkehren Fahrtechnik Kurs von ride.company zielführend gewesen.

 

 

Oben angekommen mussten wir die letzten Meter zur Scharte noch hochklettern. Ohne Bike versteht sich – dafür aber mit großartiger Rundumsicht!

 

 

Ab in die Singletrail Abfahrt

Die ersten Meter im Downhill stimmten uns wunderbar auf die etwas herausfordernden Passagen ein. Die Stufen gingen in Vollspeed für alle - also alles fahrbar! Das Grinsen kam bei den meisten schon auf. Die ersten Juchaza waren auch zu hören. Mit etwas Balance, Spitzkehrentechnik und Blitzdrops meisterten wir die erste Passage. Nach einem kleinen Gegenanstieg wandelte sich der Trail in einen flowigen Waldabschnitt. 

 

Nach unten hin wurde der Untergrund weicher und der Trail total angenehm chillig. „Was riecht denn da so?“ Schnell war klar, dass die Bremsen an einem Bike doch etwas zur Geruchsbelästigung beitrugen. „Ja, ihr fahrts zu langsam!“ – „Ah ja, dann fahr eben vor!“ Und weg war er. Ab jetzt dann nur mehr die senkrechte Linie – vergiss die Spitzkehren. Später stellte sich heraus, dass das neue Bike das erste Mal am Trail war und die Bremsen noch nicht eingefahren waren. Jedoch ging die eingeschlagene Line nun nur mehr direttissima schnurstracks gerade nach unten – echt geil!

Und an eine der Teilnehmerinnen: „Wenn‘st du mir das nächste Mal mit deinem Speed wieder so im Hinterradprofil hängst, dann fahrst du vor!“  ;-D  Es hat richtig Spaß gemacht!

 

 

Ausklang am See

Der Trail hat uns direkt am See wieder ausgespukt. Ein chilliges Bier in der Abendsonne hatten sich alle verdient! Das zweite auch! Und die Abkühlung im See hat das ihrige zu einem entspannten Abend beigetragen! Lustig war’s. Next time again! 

 

Text: Martin Kompan
Fotos: Herwig Kamnig

 

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