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Bike & Hike Abenteuer im Friaul am 03. März auf 1900m

Ich war das erste Mal bei einer Scouting Tour von RIDE.company dabei. Am Programm standen 15 Grad plus, strahlender Sonnenschein, Bike-Shuttle, 1600 Höhenmeter Abfahrt mit flowigen bis technisch anspruchsvollen Trails in den der Julischen Alpen. Traumbedingungen für meinen Saisonstart Anfang März. Übrigens, mein Name ist Thomas Lassnig und ich mountainbike seit dreieinhalb Jahren.

Persönliche Gefühle

Zuerst war ich aufgeregt und gleichzeitig entspannt. Komisches Gefühl. Nach dem Kennenlernen der bunten Bikergruppe, mit dem kuschligen Traildog Jojo, und einmal gemeinsam Heulen mit Jojo zu den Kirchenglocken am Parkplatz, war das Eis sofort gebrochen und das Abenteuer konnte beginnen.

Frühlingsgefühle und seltene riesige Bartgeier

Dem Trainingszustand Tribut zollend wurden die ersten 700 Höhenmeter geshuttelt. Weitere 10 Höhenmeter wurden noch im Sattel zurückgelegt und dann hieß es "Rad schultern" für die kommenden Tragepassagen. Herrliche Tiefblicke, imposante seltene Bartgeier mit Spannweite von 2,5 Metern, die im Frühling aufblühende Vegetation und natürlich der obligatorische Tech-Talk ließen die nächsten zweieinhalb Stunden unterhaltsam verfliegen.

Seilversichert auf den polarisierenden Gipfel

Die Steilheit des Geländes und die in Italien eher selten anzutreffende, durchgehende Seilsicherung legten uns nahe ein Raddepot am Berg unter dem Gipfel anzulegen. Multisportaffin, wie wir nun mal sind, wurde der restliche Berg kletternd bezwungen und kurz darauf standen wir schon auf einem Nebengipfel unseres eigentlichen Zieles. Am Gipfel erinnerten uns die Schneefelder und entgegenkommende Wanderer mit Steigeisen an den Schuhen dann doch wieder daran, dass wir den meteorologischen Winter eigentlich erst seit drei Tagen hinter uns gelassen hatten. Dieser Berg entpuppte sich als alpines Abenteuer mit Langzeiterinnerung. Zwei erfahrene konditionsstarke Alpinisten aus unserer Gruppe machten sich auf und erklommen auch noch den zweiten Gipfel.

Auch stahlharte Biker wurden weich bei der Jause

Nach der unvergesslichen extrem konträren Winter-Frühling Aussicht, motivierte uns die Vorfreude für Singletrails, für den kniffeligen Abstieg um das Raddepot am Fuße der steilen Felsen zu erreichen. Bei der großen entspannten Jausen-Pause chillten wir in der Sonne und verteidigten unsere Jause gegen die süßen Blicke von Jojo. Kein leichtes Unterfangen. So mancher gestählte Biker wurde weich.

Trailgefühl mit Grinsen

Anfangs technisch knackig durch etliche Spitzkehren zirkelnd gewann der Trail immer mehr an Flow. Eingebettet in dicht bewachsene Wiesen wuchs das Selbstvertrauen, die technischen Passagen wurden weniger, die Zeigefinger wurden länger und das Grinsen breiter. Schwierige Stücke wurden gemeistert, bei manch weniger schwierigen Passage gingen Fahrer und Bike getrennte Wege: Mein Saisonstart war wie immer für einige Überraschungen gut.

Bauchgefühl und ausgepowert

Nach dem bekannten Terrain haben wir auch noch neue Trails erkundet, die den Rahmen der Geschichte aber sprengen würden. Nach fast acht Stunden erreichten wir wieder unseren Startpunkt, ausgepowert und mit einigen unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck. Wir holten noch die Autos vom Shuttlepunkt und danach konnten wir den Tag bei wohlverdienter Kulinarik in einem italienischen Restaurant ausklingen lassen.

Text: Thomas Lassnig
Fotos: Herwig Kamnig

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