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Gondel, zwei Gipfel und 2000 Tiefenmetern in den Nockbergen

In den heißen Sommern macht es immer Sinn die Gondeln zu nutzen um der Hitze auf die kühlenden Berggipfeln zu entfliehen. Diese Geschichte erzählt vom farbenprächtiger Almrausch, dem kulinarisches Hüttenflair, einer Sturzprophylaxe und von vielen Singletrail Tiefenmeter. Ach ja, diese Tour befindet sich in unserem Standardangeboten.

Frischer Apfelsaft und vierbeinige Milchlieferanten

Getreu dem Motto „Morgenstund‘ hat Gold im Mund“ pedalierten wir recht zügig auf die erste Alm und wurden wir mit einem köstlichen Glas frischen Apfelsaftes und dem herrlichen Bergpanorama begrüßt. Den anstrengendsten Teil der Auffahrt hatten wir nun hinter uns, nur einen kurzen Anstieg und eine kleine Schiebepassage galt es noch zu bewältigen. Apropos anstrengende Auffahrt: Dass auch die steilste Auffahrt durchaus ihre schönen Seiten haben kann, konnten wir bei dieser Tour einmal mehr hautnah erleben. Neben den malerischen Nockbergen, konnten wir vom Rad aus auch die frisch erblühende Landschaft bestaunen und der kürzlich erfolgte Almauftrieb hatte einige lustige Begegnungen mit unseren vierbeinigen Milchlieferanten zur Folge

Das Kind im Mann will spielen

Nach der Schiebepassage erreichten wir unseren Startpunkt. Vor uns lagen 1000 Höhenmeter flowige Abfahrt, in einem der schönsten Naturparadiese Österreichs. Nach einer kleinen Pause, in der am örtlichen Alm-Spielplatz das Kind in uns die Oberhand gewann, bereiteten wir uns mit voller Konzentration auf die erste Abfahrt vor.

 

Die erste Höhenmeter Vernichtung mit Sturzprofilaxe

Wie üblich, befinden sich die kniffligsten Stellen im obersten und gleichzeitig steilsten Bereich der Abfahrt. So starteten wir auch hier an einer recht steilen Almwiese, die früh morgens noch etwas feucht war und surften diesen Hang elegant und flott hinunter. Das versetzte uns in die richtige Stimmung, um mit der Singletrail-Aktion so richtig loszulegen. Auf feinsten, natürlich geshapten Trails sausten wir durch den Wald in Richtung Tal. Die Strecke machte wirklich Spaß, auch wenn die Linie vielleicht etwas zu direkt nach unten verläuft. Bedingt durch diese rasche Reduktion an Höhenmetern, dauerte es nicht lange, bis zur ersten, notwendigen, taktischen Pause. Sturzprophylaxe ist, wenn man schon vorher drauf schaut, dass man`s hat, wenn man`s braucht. Kurz die Hände ausgeschüttelt, einen kleinen Schluck getrunken und schon konnten wir wieder konzentriert weiterfahren. Der Weg nach unten führte uns vorbei an uralten Zirben, mit Moos durchwachsenen Wäldern und kristallklaren Gebirgsbächen. Um auch diese Schönheiten der Natur zu genießen fuhren wir in mehreren Etappen, jeweils mit kurzen Pausen, bis in den Talboden.

 

Gondelfreuden und Gipfelrennen

Nach so einem Erlebnis fällt es oft nicht leicht, zu entscheiden, was schöner war: die herrliche Abfahrt oder die atemberaubenden Eindrücke der Natur, die man dabei bestaunen konnte. In diesem Sinne rollten wir gemütlich die letzten Meter zur Gondel und reflektierten all die wundervollen Eindrücke der Abfahrt. Die Gondelfahrt selbst konnten wir gut als Pause nutzen und so unseren aufgeregten Körpern die notwendige Energie zuführen. Diese Stärkung konnten wir dann auch in mehrfacher Hinsicht gut brauchen, denn oben angekommen, entstand spontan die Idee eines Rennens bis zum Gipfelkreuz.

Die zweite Höhenmetervernichtung mit Hüttenflair

Nun stand der letzte Höhepunkt der Tour bevor: die finale Abfahrt, die sich in drei Abschnitte aufteilt: Almwiese, Almhütte und Wald. Die erste Etappe beginnt ein gutes Stück über der Baumgrenze und schlängelt sich auf wunderschönen Singletrails über weiche Bergrücken hinab Richtung Tal. Mal steiler, mal flacher, durchzogen von engeren und weit ausladenden Kurven, stets im Flow bergab, mit wiederum sagenhafter Weitsicht. Die Almhütte, unseren nächster „Programmpunkt“, erreichten wir gerade zur rechten Zeit für eine weitere Pause, nach der doch fordernden Abfahrt. Mit selbstgemachten Speisen, hergestellt aus Produkten der Region, verwöhnt die ansässige Hüttenwirtin ihre Gäste. Wir genossen diese kulinarischen Schmankerln, um uns nach diesem angenehmen Tagesausklang für den letzten Teil unserer Tour bereit zu machen. Weitere 400 Höhenmeter auf leichtem Gelände bergab, animierten unsere Biker-Herzen nochmals zu Jubelsprüngen. Dieses letzte Stück bot den perfekten Ausklang für diese wunderbare Tour, die alles bietet, was wir Biker so sehr lieben: fordernde Aufstiege, traumhafte Aussichten, herrliche Geschmackserlebnisse, und nicht zuletzt super flowige Abfahrten!

Text: Aron Draxl, Michael Brunner, Herwig Kamnig
Fotos: Aron Draxl, Herwig Kamnig 

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