Ein Italien-Trip nach Aviano und Gemona für 2 Tage

Es war ein gelungener Kurzurlaub in Bella Italia Mitte April 2018 mit der RIDE.company Community. Geplant war ein Shuttle Weekend mit 4000 Tiefenmeter am Samstag in Aviano und 3000 Tiefenmetern am Sonntag in Cividale del Friuli. Mit Aussicht auf schönes Wetter, klassische italienische Kulinarik und viel Spaß auf Flowtrails.

Trotzdem ja zum Flowtrail sagen

Unser Treffpunkt in Aviano war um 10 Uhr. Als alle gut angekommen waren, stand auch schon der angemietete Shuttelexpress, also ein Bus mit Anhänger, für uns bereit. Wir beluden den Anhänger, packten ein wenig Jause ein und schon ging es los zur ersten Runde. Weit kamen wir allerdings nicht, denn der Motor unseres Taxis löste sich in Rauch auf. Frei nach dem Motto „trotzdem ja zum Flowtrail sagen“ pedalierten wir die Strecke hoch zum Traileinstieg. Mehr oder weniger Anstrengend und daher müde gönnten wir uns dann ein Sonnenbad am Berg.

Kein Wasser mehr, aber Wunder geschehen!

Da wir eigentlich mit einer Homebase kalkuliert haben, hatten wir nur das aller Nötigste an Proviant mit. Folglich neigten sich unsere Wasserreserven dem Ende zu und da wir uns in der Zwischensaison befanden, war auch weit und breit kein Gasthaus bzw. Kaffeehaus geöffnet. Optimistisch wie wir sind, suchten wir uns einen gemütlichen Rastplatz für unsere Jause. Eine Jause ohne Wasser, denn dieses hatten wir schon während der Auffahrt aufgebraut. Plötzlich kam eine Frau des Weges und wir haben sie sofort auf Italienisch angesprochen und fragten wo wir Wasser bekommen könnten. Das Wunder geschah! Diese Frau hatte den Schlüssel zu genau dem Gasthaus, wo wir gemütlich auf den Bänken und Liegestühlen entspannten. Diese liebe Frau sperrte uns die Türe auf und wir konnten unsere Wasservorräte auffüllen.

Klare Entscheidung für die längste mögliche Singletrail Abfahrt

Gestärkt und mit vollen Wassertanks machten wir uns Richtung Abfahrt auf. Bevor es jedoch auf die Trails zurück ins Tal ging, kämpften wir uns durch die noch vorhandenen Schneereste, um zur längst möglichen Abfahrt zu gelangen. Nach einem halbstündlichen Schneespaziergang durch den Wald, ließen wir die Winterlandschaft hinter uns und erreichten die frühlingshaften Südhänge des Berges. Mit einem unglaublich tollen Ausblick auf Aviano, haben sich die ganzen Anstrengungen der 1000 erkämpften Höhenmeter vollkommen ausgezahlt. Mit so einer tollen und motivierten Truppe quält es sich wirklich gleich viel leichter. Dieser Blick in die Po-Ebene und die fröhliche Stimmung der Community musste einfach via Fotoapparat festgehalten werden. Danke Herwig für die super Bilder. Angeblich gibt es sogar eine Dokumentation dieser Tour auf modernen bewegten Bildern.

Flow, Speed und Aussicht

Über der Waldgrenze, auf angenehm kupiertem Gelände, mit Krokussen verziert, als ob es für uns MTBiker gemacht wurde, startete diese sensationelle Abfahrt. Der durch seine Schönheit bekannte Trail, zeigte sich uns von seiner besten Seite und dankbar wie wir sind, fuhren wir voller Freude den Klassiker von Aviano. Mit ausreichenden Pausen während der Abfahrt um die Aussicht zu genießen, diese traumhafte Abfahrt zu vergegenwärtigen und Verletzungen bzw. Stürze vorzubeugen, fuhren wir Stück für Stück des Trails ab. Oben eher flowig, unten noch flowiger und ganz unten am flowigsten strahlten wir voller Euphorie und konnten unsere Genusstour kaum fassen.

Kulinarik am Abend

Am Abend haben wir unsere Quartiere in Gemona bezogen und uns zum gemeinsamen Abendessen eingefunden. Typisch italienische Getränke gab es erst nach dem ersten Gang und die Pizza kam nach den Fischspeisen. Die Reihenfolge erfolgte nicht ganz nach Knigge, aber dafür hat es verdammt gut geschmeckt!

Tag 2 beginnt mit einer richtigen Entscheidung

Am zweiten Tag war das beschädigte Shuttlemobil leider nicht startbereit und deshalb haben wir kurzer Hand beschlossen in Gemona zu bleiben und eine ausgefallene, wenig bekannte Tourenvariante zu fahren. Im Nachhinein gesehen, war dies eine tolle Entscheidung, weil der Wind immer stärker wurde und uns auf sämtlichen hohen Gipfeln einfach verblasen hätte!

Aussicht, weiße Steine und Singletrails

Es ging von einem Parkplatz in Gemona aus auf den Mt. Cumilie mit einer echt grandiosen Aussicht auf den Tagliamento, einen Fluss der seines Gleichen sucht. Steinige, teilweise verblockte und flowige Trails führten uns schlussendlich bei unserer ersten Abfahrt in eine weiße, unwirkliche Flussbettlandschaft. Für eine zweite Runde bzw. Umrundung des Mt. Cumilie und noch mehr Trails haben wir uns auch noch Zeit genommen. Klein aber Oho, dieser Cumilie; Trails in allen Kategorien verfeinerten uns diesen Tag. Da bleibt nur eines, nämlich eine Empfehlung für dieses Gebiet auszusprechen.

Flussdurchquerung

Zum finalen Abschluss gab es noch eine paar fetzige super flowige Trails und eine spannende Flussdurchquerung, bei der kein Fuß trocken blieb.

Zusammenfassung:

Alles in allem war dies eine echt geile Tour mit unvorhergesehenen Problemen, die uns aber nicht daran gehindert haben, Spaß zu haben! Und so wie in der Ausschreibung stand, die Höhenmeter waren wirklich zu vernachlässigen! Fleißige 2000 Höhenmeter in zwei Tagen mit echt geilen Trails und coolen Leuten!

Text: Ride.company Community
Fotos: Herwig Kamnig

Alle Fotos: Tag 1 in Aviano

Alle Fotos: Tag 2 in Gemona